Den Kreislauf der Armut durchbrechen

Den Kreislauf der Armut durchbrechen

Es ist ein schönes Ziel, welche sich 

Cecily’s Fund auf die Fahnen schreibt. 1997 in Großbritannien gegründet wurde, nach Cecily Eastwood benannt, einer jungen Frau, die bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Sie setzte sich in Sambia freiwillig für die Armen ein.

Der Schlüssel liegt in der Bildung. Es braucht heute hohe Qualifikationen für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Sambia ist eine Nation der Jugend, die schwer von HIV/AIDS betroffen ist – 54 % der Bevölkerung sind unter 18 Jahre alt – 60 % der Bevölkerung leben in extremer Armut.

Die meisten Haushalte können sich die Schulen nicht leisten. Für en Staat sind Löhne und Infrastruktur eine grosse Herausforderung. Das Geld genügt nicht. Cecilys Fund entwickelt gemeinsam sambischen Partnern nachhaltige Interventionen.

Abhängigkeiten verringern, Gemeinschaften stärken und die Lebensgrundlagen der am stärksten gefährdeten Kinder und ihrer Familien verbessern. Die Programme für Kinder und Jugendliche in und ausserhalb der Schule helfen ihnen, erfolgreich zu sein und sich auf eine bessere Zukunft im Erwachsenenalter vorzubereiten. 

Vielleicht sollte ich mal nach Sambia gehen, sehen, ob sich was machen lässt. Ich habe mich in Afrika bei vielen Schulen beworben – keine Antwort, wahrscheinlich wussten sie mit meiner Bewerbung nichts anzufangen.

Wir arbeiten mit Gemeinschaften zusammen, um sie stärker, widerstandsfähiger und besser in der Lage zu machen, die nächste Generation zu unterstützen. Was könnte möglich sein?

Webseite von Cecily’s Fund

Abenteuer im Kafue Nationalpark in der Konkamoya Lodge

Kafue ist ein Nationalpark, halb so gross wie die Schweiz und hat nur 16 Lodges. Eine davon ist Konkamoya. Jeder Tag im Westen von Sambia ist anders. Verträumte Weiten und und eine unberührte Natur. Kafue ist ein Ganzjahresziel. 

ZurLodge, welche einen Aufenthalt möglich macht, gehört eine umfassende Betreuung. Sie wohnen in grosszügigen Zelt direkt in der Natur und werden umsorgt. Das Abenteuer in Afrika mag beginnen.

Wilderer, Wildhüter, Einheimische, Bauern und eine reiche Natur: Alles gibt es  in Sambia, doch die Natur zu schützen ist eine weltweite Aufgabe. Dazu gehört, dass Tourismus ins Land kommt und die Kosten gedeckt werden.

Für den Naturschutz sind kleine Camps, wie die Konkamoya Lodge ideal, sie bringen Touristen, welche mit engagierten Rangern die Welt vom Kafue Nationalpark zu schützen.  Es sind nur 4 Zelte in einer unberührten Natur. Safari für Fortgeschrittene.

Die Konkamoya Lodge befinden sich im Süden, am Ufer des Itezhitezhi-Sees. Die Chancen Elefanten zu sehen, die am Ufer trinken, sind gross. Ausflüge mit dem Kanu sind ein besonderer Höhepunkt. 

Wir haben ein paar Videos vorbereitet. Falls Sie die Lodge besuchen wollen, freuen wir uns über ihre Anfrage bei uns. Hier noch ein kurzes Video einer Begegnung mit Elefanten.

Konkamoya Lodge
Itezhi-Tezhi
Western province 10101 – Zambia

+260 96 9806957
info@konkamoya.com
konkamoya.com

Safari in Sambia mit Wild Dogs

Wild Dogs ist ein Safari Anbieter, den wir 2020 in Berlin getroffen hatten. Engagiertes Team, professionelle Touren, so unser Eindruck.

In Lusaka ist Sophia und Ulrich stationiert. Von hier aus organisieren sie die Safaris und den Aufenthalt in Lodges. Die Reisenden erleben die wunderbaren Nationalparks in Sambia und auch im Nachbarland Malawi.

Wenn Sie den 4×4 Landcruiser unterwegs sind, ein Fensterplatz ist garantiert und das Dach kann für den 360 Rundblick geöffnet werden.

Bei Ankunft kann sich in einer Lodge, 15 Minuten von Lusaka entspannt werden. Dort werden auch die Reisen besprochen. Diese sind wunderbar im Katalog beschrieben, der auf der Webseite von Wild Dogs durchgeblättert werden kann.

Die Safaris (Auszug)

  • Lusaka, Sambesi, South Luangwa Nationalpark, Liwonde Nationalpark, Malawisee, Lilongwe
  • Lusaka, South and North Luangwa, Mutinondo Wildnis, Bangweulua Sümpfe, Kasanka, Sambesi
  • Best of Sambia, Simbabwe, Botswana, Malawi
  • Wandersafari in South Luangwa Nationalpark, Kanufahrt im Mana Pools Nationalpark

Hier die Kontaktdaten in Deutschland
Thomas Heigenmooser
+ 49 152 327 634 78

Wild Dogs Nature Safaris
Palapana Road, Plot #43
Lusaka

+260 763 300 111
zambia@nature-safaris.com
www.nature-safaris.com

Gescheitert – Afrikaner denken anders

Im vorherigen Blog habe ich dargestellt, wie es weitergeht, mein Motto «dranbleiben». Jetzt ziehe ich die Reisslinie und kapituliere. Nochmals eine E-Mail schreiben, an den zuständigen Mitarbeiter der Botschaft in Sambia, das ist es gewesen, der vorherige Beitrag nochmals hier:

Afrikaner können praktisch nichts investieren. Denn die Kosten im Land sind hoch, die Steuereinnahmen tief. Ein Wirtschaftskreislauf kommt schwer im Gang. Von daher ist die Überlegung richtig, das Angebot vom Reiseveranstalter anzunehmen. Doch dadurch entstehen Abhängigkeiten, der Reiseveranstalter entscheidet, wann der Termin ist. Wer zahlt, befiehlt.

Wenn die Botschaft Einladungen verschickt, werden diese beachtet. Da lohnt es sich zu betrachten, ob sich ein grösseres Engagement lohnt. Es kann andere Sponsoren geben, wie Hilfswerke, Hotelketten oder Fluggesellschaften. Da bedeutet Arbeit für die Botschaft oder eben ein offizielles Mandat an mich. Ich könnte das tun, in der Hoffnung so Reisende zu finden und Provisionen zu generieren.

Doch es passiert einfach nichts? Wollen Afrikaner nicht arbeiten oder können Sie es nicht in unseren Sinn? Dieses Gefühl beschleicht mich immer mehr. Andererseits kann ich diese Armut nicht verantworten. Was wäre, wenn ich in Sambia geboren wäre.

Im Fall Sambia ziehe ich die Reissleine. Es gibt genügend andere Länder. Dort andere Probleme. Zum Beispiel PR Agenturen, die ein Mandat haben, dafür ein Honorar kassieren, doch kaum zusammen arbeiten.

Daher dennoch dranbleiben, ich kümmere mich heute wieder um die Blaupause bei meiner Tourismusberatung. Die hat gezeigt, dass mehr Engagement bei Tourismusunternehmen in Deutschland wünschenswert ist.

Wie geht es weiter?

Dreamtime wollte den Workshop organisieren. Damit ist der Kontakt abgebrochen. Die Mission in Genf wollte eher mit einem Branchenvertreter arbeiten, der zumindest ein paar Reisen verkauft. Investieren für einen Saal und Unabhängigkeit, Fehlanzeige.

Mittlerweile habe ich einen kleinen Konferenzraum und kann Workshops durchführen. Nur höre ich nichts mehr. Wegen der Pandemie hat es keine Veranstaltung gegeben und Dreamtime will abwarten, bis das Geschäft sich auf das Niveau von 2019 wieder eingependelt hat.

Läuft jetzt gar nichts mehr? Ich habe per E-Mail geschrieben. Ich denke, ein Gespräch über Sambia in der Region Zürich tut allen gut. Doch dafür müssen die Vertreter von Sambia was tun. Die Saalmiete wäre eine gute Investition, statt abhängig zu sein.

Irgendwann ist es mit meiner Motivation fertig. Weder von Dreamtime, noch von der Botschaft Sambia erfolgt eine Rückmeldung. Gegen eine Wand anlaufen, sinnlos. Nur am Ende kommen weniger informierte Touristen nach Sambia. Statt Engagement wird Arroganz demonstriert.

Für den Reiseveranstalter Dreamtime mag es kurzfristig besser sein, weniger Wettbewerb zu haben. Die Mitarbeiter der Botschaft von Sambia haben in Genf ein schönes Leben. Sie haben sich bereits mehr engagiert, als anderen Botschaften, die ich besucht hatte. Doch wirklich mit «Dranbleiben» merke ich nichts. Was bringt der Einsatz? Eine Lernerfahrung.

Eine Mine für einen Dollar

Die Sambier wünschen sich eine staatliche Beteiligung an der Minenindustrie. Jetzt hat Glencore zwei Minen verkauft, jeweils für einen Dollar. Gleichzeitig muss das Land einen Teil der Schulden übernehmen. Die Schuldenrückzahlung erfolgt aus Umsatzbeteiligungen und Glencore bleibt bis dahin alleinige Abnehmerin des Kupfer und Kobalts. Man spricht hier von zehn bis siebzehn Jahren je nach Entwicklung der Rohstoffpreise.

Ist das noch ein guter Deal? Können überhaupt die Sambier die Minen effizient bewirtschaften. Was passiert mit der Umwelt? Wie geht es weiter mit den Sozialleistungen, mit der Glencore die Allgemeinheit versorgt hat?

Die Region Copperbelt ist keine klassische Tourismusregion, doch eine intakte Natur sollte überall geschaffen werden. Mit guten Lebensbedingungen. Ob das die Regierung schafft, wo ja keine wirklichen Fortschritte erzielt hat und der Präsident eine dritte, verfassungswidrigen Amtszeit anstrebt.

In Sambia fehlt es an Bildung sich im komplexen Rohstoffgeschäft zu bewähren. Da sind auch die Verträge mit Glencore, die geschluckt werden mussten. Klar, Verhandlungen können Abmachungen ändern, doch dazu braucht es Verhandlungsgeschick. In Afrika herrscht das Bittstellertum der Glaube, dass Gott alles richtet. 

Wir wünschen den Sambiern viel Glück und haben hier den Artikel aus der WOZ veröffentlicht

WOZ Artikel zum Minendeal von Glencore

Finanzsystem in Afrika – braucht es neuen Schuldenerlass?

Sambia hat vor 15 Jahren den Grossteil seiner Schulden erlassen bekommen. Jetzt stellt sich diese Frage erneut. Die Hälfte aller Einnahmen gehen in den Schulden, dann muss z.B. Erdöl oder Autos importiert und für Schulen, Gesundheit und die staatliche Verwaltung braucht es ebenso Geld.

Das Vermögen und die Minen sind zum Grossteil privatisiert, sie werfen Steuereinnahmen ab, doch das genügt nicht, um das Land aufzubauen. Die Investoren kommen nicht aus Afrika, eine Binnenwirtschaft interessiert nicht, nur die gute Rendite abgesichert mit Rohstoffeinnahmen.

Tourismus ist ein Treiber für Binnenwirtschaft, es braucht Hotels, Restaurants, Reiseführer, alles Dinge, auf den ersten Blick mit wenig Kapital. Doch genau betrachtet, ist es oft eine Blase, die aufgebaut wird, aufwändige Safaris. Besser als nichts, dennoch der Tourist könnte mehr tun. Badeurlaub z.B., gerne auch in Malawi oder Mosambik, wichtig, dass Afrika zu Geld kommt und Unternehmertum entsteht. Doch, wenn die Ferien immer kürzer und billiger werden? Das Knowhow überall fehlt und nur an einfachste Bildung gedacht wird?

Artikel über Sambia bei der Deutschen Welle

Idee einer Roadshow von Sambia

Während der Ferienmessen 2020 konnten wir den Reiseveranstalter Dreamtime begeistern, für Sambia zu Workshops einzuladen. Sie haben schöne Büros. Nur jetzt ist die Reisebranche mit einer Pandemie konfrontiert.

Unsicherheit, Ängste, ständige Reisebeschränkungen, Kurzarbeit, der Tourismus befindet sich im Niedergang. Wann er sich erholen wird, ist unsicher. So dürfte das Interesse für Workshops gering sein.

Ich habe ein Meetup aufgebaut, wo ich Reisende zu mir ins Brisgi einlade, nur wenige Teilnehmer. Ich will lernen mit Webinaren zu arbeiten. Ich möchte einen Weg finden im Tourismus weiterzumachen.
Meetup Reisezeit

Jetzt geht es darum Mitglieder für Meetup Gruppe zu finden, mich einzuarbeiten und auf soziale Medien zu setzen. Dafür wünsche mir die Unterstützung von Sambia.

Wie weiter mit Workshops?

Es ist ein schöner Erfolg gewesen, dass Dreamtime mit der sambischen Botschaft arbeitet. Von mir eingefädelt, ist die Sache entgleitet. Sambia ist besser bedient mit Workshops bei einen Reiseveranstalter, statt Räume anzumieten und Reiseveranstalter einladen, wenn die Resonanz nie allzu hoch sind.

Es fehlt in der Reisebranche Zeit, die Workshops wurden immer wieder verschoben und ich will demnächst ein eigenes Format starten. Bei mir zuhause, Meetups zu Ländern und Tourismus, im kleinen Kreis.

Wir müssen mehr miteinander sprechen, uns helfen, den Tourismus in der Zukunft lebenswert und menschengerecht gestalten. Es braucht dafür mehr Formate und Initianten.

Sambia und die Zuger Doppelmoral

Ich habe im September 2020 den Film “Der Ast auf dem ich sitze”, von Luzia Schmid gesehen, wo sich Kleinstadt Zug zu einen der wichtigsten Rohstoffhandelszentren der Schweiz entwickelt. 

Im Film spielt immer wieder die Situation in Sambia. Dort wo im Copperbelt Kupferminen liegen, deren Besitzer zum Grossteil Glencore ist. Einst sind die Minen verstaatlicht, Misswirtschaft und sinkende Weltmarktpreise, Verschuldung forderten die Privatisierung. Glencore konnte günstig kaufen und holte viele Steuervorteile heraus. Die Staatseinnahmen durch Rohstoffe machen heute noch 10-20% aus, gegen 60% vor früher. 

Glencore setzt Gelder für Bildung und Gesundheit in den Minenorten, doch auch anderswo wird Geld gebraucht, der Staat ist  entmachtet. Die Schweiz ist für den Rohstoffhandel eine Drehscheibe, hier werden Gewinne verbucht und versteuert, allerdings zu einen tieferen Satz. 

Aktivisten in Sambia fordern Änderungen, es kommt zu immer neuen Gesetzen, die am Widerstand der Konzerne scheitern. Menschen leben in Armut, die Schweiz in Reichtum. Offensiver Kampf dagegen fehlt in Zug, der Politiker Gerhard Pfister meint, die Welt sei nicht reich für alle und der Wettbewerb fair. 

Ich persönlich bin betroffen. Die sambischen Offiziellen wollen keine Kritik verlauten, die Wirtschaftsmacht von Glencore ist hoch. Wenn wir mit Tourismus Geld nach Sambia bringen, haben alle was davon, bitte auf Augenhöhe. 

Eine Info zum Film
Luzia Schmid – der Ast auf dem ich sitze